Vorwürfe gegen “Alle Aktien”-Chef

Bericht in der "WELT"

Die Tageszeitung DIE WELT berichtete am 5. Februar in einem Artikel mit dem Titel "Schwere Vorwürfe gegen einen Finanz-Influencer" über Michael C. Jakob und seine Plattform "AlleAktien". Michael C. Jakob präsentiere sich demnach als Finanz-Influencer, der auf seiner Website "AlleAktien" hohe Renditen und "beste Aktienanalysen" verspreche. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen ihn wegen Betrugsverdachts. Hauptvorwürfe:

Er soll Kunden in Abo-Fallen gelockt haben.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisiert seine "reißerische Werbung" für überdurchschnittliche Renditen.

Kunden berichten von automatischen Abbuchungen für Premium-Mitgliedschaften, die sie nie abgeschlossen hätten.

Ein kürzliches Urteil des Landgerichts München untersagte seiner Plattform, Verbraucher ohne ausdrückliche Zustimmung mit Werbemails zu kontaktieren, so DIE WELT. Bei Nichteinhaltung drohten bis zu 250.000 Euro Strafe oder sechs Wochen Ordnungshaft. Jakob arbeitete laut dem Artikel nach einem UBS-Praktikum bei McKinsey. Er behaupte, ein Privatportfolio von 15 Millionen Euro zu verwalten, was jedoch nicht verifiziert werden konnte. Auf LinkedIn bezeichnet er sich als "UBS Banker", wobei es sich dabei nur um ein siebenmonatiges Praktikum handelte. Laut Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher liegt eine "hohe zweistellige Anzahl an Strafanzeigen" gegen Michael C. Jakob vor. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt, möglicherweise hält er sich in Singapur oder Australien auf.