Steuerträume statt Realitätscheck

Die SPD, die kommende Koalition und die AktienkulturEs ist doch wieder mal nicht zu fassen: Wenn es nach der SPD geht, sollen private Anleger bald tiefer in die Tasche greifen: Die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge soll von 25 auf 30 Prozent steigen, wenn man Meldungen aus den aktuellen Koalitionsverhandlungen glaubt. Ein Vorhaben, das die Falschen trifft – all jene nämlich, die selbst Verantwortung für ihre Altersvorsorge übernehmen.Gerade in einem Land mit einer wachsenden Rentenlücke – jährlich fließen rund 100 Milliarden Euro an Steuergeld in die gesetzliche Rente – braucht es mehr, nicht weniger Anreize zum Aktiensparen. Doch statt eine Aktienkultur zu fördern, setzt die SPD auf Umverteilung durch die Steuerkeule. Der Zeitpunkt für diesen Vorstoß wirkt alles andere als zufällig. Parallel steht das 500-Milliarden-Euro-"Sondervermögen" für Bundeswehr, Klima und Co. im Raum. Wer soll das eigentlich bezahlen? Die Antwort scheint klar: Der kleine Sparer, der versucht, sich mit ETFs oder Aktienfonds ein finanzielles Polster aufzubauen.So wird aus dem Begriff „Sondervermögen“ ein zynischer Euphemismus. Denn Vermögen entsteht nicht durch Schulden, sondern durch Sparen, Investieren und langfristigen Vermögensaufbau. Genau diesen Weg erschwert die SPD – und gefährdet damit nicht nur die private Altersvorsorge, sondern auch das Vertrauen in eine verlässliche Finanzpolitik. Und die CDU - macht sie das mit? Ich bin gespannt....!Viele Grüße,Thomas

Aufzeichnung: Mit saisonalen Mustern einen Vorteil erlangen

Einer der einfachsten Handelsansätze sind Saisonalitäten: kaufen, wenn eine Aktie oder ein Rohstoff statistisch gesehen in eine saisonal starke Phase eintritt, und verkaufen, wenn eine Schwächephase ansteht. Der statistische Vorteil dieses Ansatzes wird in mehreren Studien belegt. In meiner WhatsApp-Community hatten wir vergangene Woche Dimitri Speck von Seasonax zu Gast, der uns in einem Live-Webinar die Vorteile dieses Ansatzes erläutert hat. Hier die Aufzeichnung. Hinweis: mit dem Gutscheincode “geld-10” bekommst Du noch bis zum 12. April 2025 10% Rabatt auf alle Abopreise.

Saisonaler Trade: Long Fraport, short Lufthansa

Und weil es thematisch so gut passt, habe ich gleich mal in Seasonax nach einem attraktiven saisonalen Muster geschaut. Dabei fiel mir ein möglicher Pairs Trade auf, bei dem man das Marktrisiko quasi ausschließen kann: wenn man vom 7.April bis zum 8. Juni “long” in Fraport geht (also die Aktie der Fraport AG kauft) und gleichzeitig die Lufthansa-Aktie shortet. In 90% der letzten zehn Jahre hat Fraport in diesem Zeitraum einen Kursanstieg zu verzeichnen (im Schnitt 7,6 %, was annualisiert über 54% sind!), während die Lufthansa-Aktie in diesem Zeitraum in 80% der Fälle in den charttechnischen Sinkflug überging (im Durchschnitt 2,2%, annualisiert noch 12,3%). Die historische Schwächeperiode der Lufthansa dauert sogar bis zum 30. Juni an - hier könnte man also länger “short” investiert sein. Hier die Charts mit den statistischen Auswertungen:

”Forecaster” hilft, spannende Aktienkandidaten zu finden

Unternehmen müssen oft erst jahrelang wirtschaften, bevor sie anfangen, Gewinne zu machen. Und dann werden sie so richtig interessant für Investoren. Denn vor allem Großinvestoren wollen natürlich in profitable Unternehmen investieren. Eines meiner Lieblings-Analysetools, der “Forecaster”, hat einen Screener, mit dessen Hilfe man ganz einfach Unternehmen finden kann, die im abgelaufenen Quartal erstmals einen Gewinn erzielt haben. Das kann ein Signal für einen spannenden “Kandidaten” sein. In meinem Video erkläre ich Dir, wie Du den Screener findest und anwendest:

ExtraETF veröffentlicht Robo-Advisor Testvergleich

Das Magazin "ExtraETF" hat einen umfassenden Testvergleich von Robo-Advisors durchgeführt. Dabei wurden die Renditechancen und die Performance verschiedener digitaler Vermögensverwalter unter die Lupe genommen und mit den Ergebnissen von extraETF-Weltportfolios verglichen. Der Vergleich bietet Anlegerinnen und Anlegern wertvolle Einblicke, welche Robo-Advisors am besten zu ihren Anlagezielen und Risikopräferenzen passen. Die Analyse umfasst zentrale Kennzahlen wie die Rendite, Aktienquote und die gewählte Anlagestrategie der getesteten Anbieter.
Hier der Link zur ausführlichen Auswertung.

Studie bestätigt: Trendfolge bei Aktien funktioniert

Eine neue Untersuchung baut auf der bekannten Studie von Wilcox und Crittenden (2005) auf und analysiert über 66.000 simulierte Long-Only-Trend-Trades auf allen liquiden US-Aktien von 1950 bis November 2024. Die Ergebnisse bestätigen eine extrem ungleich verteilte Profitabilität: Weniger als 7 % aller Trades sind für den Großteil der Gewinne verantwortlich. Dieses Muster bleibt auch im Zeitraum nach der ursprünglichen Veröffentlichung (2005–2024) stabil, auch wenn die durchschnittliche Handelsrendite leicht zurückgegangen ist.

Im zweiten Teil der Studie wird ein theoretisches Long-Only-Trendfolge-Portfolio getestet, das gezielt auf Ausreißer-Renditen bei Einzelaktien abzielt. Zwischen 1991 und 2024 erzielte dieses Portfolio eine starke Bruttorendite (z. B. 15,19 % jährliche Rendite, 6,18 % Alpha). Allerdings ist der tägliche Umschlag sehr hoch – und damit die Transaktionskosten. Für kleine Portfolios unter 1 Mio. USD (AUM) ist die Strategie netto daher nicht tragfähig.

Durch den Einsatz eines sogenannten „Turnover Control“-Algorithmus gelingt es jedoch, die Handelskosten deutlich zu reduzieren. Damit wird die Trendfolge-Strategie auch für kleinere Portfolios attraktiv und zeigt netto solide Ergebnisse – über alle getesteten Portfolio-Größen hinweg. Hier der Link zur gesamten Studie.